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hinsehen – hinhören – mitreden

6 Kommentare

  1. Das ist ein sehr bewegender Beitrag! Wie viel Leben weichen muss, damit wir an Braunkohle kommen. Schrecklich!
    Schönes Projekt!
    Liebe Grüße aus Dresden

  2. dieser Beitrag geht unter die Haut und beweist “Wer das Geld hat, hat die Macht!” Das muss aufhören. Genau und auch deshalb gehen wir am 10. Mai in Berlin auf die Straße und retten die Energiewende. “!!!!!! Keine neuen Tagebau für Vattenfall & Co!!!!!!!”

  3. Liebe Natalie, lieber Johannes, lieber Axel,
    euer bisher wohl bewegenster und bester Beitrag bisher! Geht unter die Haut! Wir verfolgen gespannt, was noch so kommen wird.
    Macht weiter so!

    • Für den Film vom Jäger könnte man noch ein Paar Sequenzen von der Tier- und Pflanzenwelt reinschneiden, damit dessen Gesagtes mit Leben erfüllt wird.
      Es gibt sicher übrigens auch erfolgreiche “Versuche” der Rekultivierung, Der Findlingspark ist ein gutes Beispiel. Ebenfalls in einem sogenannten “Puffergebiet” im Naturraum Weißwasser gibt es gute Beispiele für Erhaltenes, wo aber dies alles sehr vom Grundwasserstand und der Überleiterversorgung abhängig ist.

  4. @Sylvia Wadewitz: Das ist ja gut, wenn Du Dich für die Energiewende einsetzen willst, aber die rettet man nicht mit immer weiteren Solaranlagen und Windrädern. Und darauf läuft die Forderung der Demonstration in Berlin hinaus. „Erneuerbare“ Energie ist leider bisher kein Ersatz für Stromerzeugung aus Kohle. Das sollte doch nun allmählich bekannt sein, es wurde alles schon so oft erklärt: Solange man keine Speichermöglichkeiten hat, um die irgendwann erzeugte Windenergie auf die Zeiten umzuverteilen, wo der Strom gebraucht wird, bringt der Aufbau von Windrädern nichts. Und mit Solarzellen ist es prinzipiell genauso. Egal, wie viele Windräder und Solarzellen man aufbaut – man ersetzt so kein einziges Kohlekraftwerk! Zuerst benötigt man die Speicher und erst dann könnte es losgehen mit dem Aufbau von Windenergie- und Photovoltaikanlagen. Aber nicht umgekehrt! Den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen, ist völlig sinnlos. Außer Pumpspeicherwerken gibt es aber keine in der Praxis funktionierende und einsetzbare Speichertechnik.

    Wie müsste man sich das vorstellen, wenn man die Speicherung mit Pumpspeicherwerken umsetzen müsste? Wenn die Energieerzeugung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt wird, braucht man etwa 40 Terawattstunden (40 Milliarden Kilowattstunden) Speicherkapazität (das entspricht dem gesamten deutschen Stromverbrauch von ca. 3 Wochen).

    Die drei größten PSW in Deutschland* haben jeweils etwa die Leistung von 1 GW und können bis zum Leerlaufen des Oberbeckens 8, 4 oder 6* Stunden lang Strom liefern, insgesamt können sie also ca. 18 GWh liefern. Für die benötigten 40 Mrd kWh Speicherkapazität bedeutet das, dass wir 2.222.222 mal so viel, also ca. noch weitere 6.7 Millionen Pumpspeicherwerke der durchschnittlichen Kapazität unserer bisherigen drei größten benötigen. Wer Langeweile hat, kann ja mal durchzählen, wie viele Hügel wir in Deutschland überhaupt haben.

    (*Goldisthal 8h, Markersbach 4h, Kraftwerk Wehr 6h)

    Kann man absehbar schnell auf Kohle verzichten? Ja, es ginge jetzt schon, aber das ist es eine Frage der Ökonomie: Momentan wird der bei uns benötigte Strom hier in der Umgebung produziert, also hauptsächlich in der Lausitz. Dadurch bleibt das Geld in der Region. Gut, Vattenfall ist eine schwedische Firma, also fließt ein Teil des Geldes nach Schweden, aber wir exportieren auch Energie, also fließt auch wieder Geld von außen hierher. Solange Energiespeicher nicht ausreichend existieren, kommt als Alternative für Kohle aktuell nur Erdgas infrage. Erdgas ist sogar besser als Kohle, denn es ergibt bei gleicher erzeugter Wärmemenge nur halb so viel CO2. Aber das Erdgas müssten wir teuer einkaufen. Bei Erdgasnutzung würde viel Geld aus unserer Region nach Russland oder in die Niederlande abfließen. Das wäre zwar niveauvoll von uns, weil wir dadurch unsere Landschaft erhalten, aber ökonomisch betrachtet wäre es auch ziemlich unklug.

    Ich bin kein Freund der Landschaftsvernichtung in der Lausitz, aber ich bin eben auch Realist. Ich schreibe das soeben an einem elektronischen Gerät, welches Strom benötigt. Wir wollen alle Strom haben. Auch nachts und bei Windstille.

  5. Ein wirklich tolles Projekt. Dieser Beitrag gefällt mir am besten. Sehr emotional, atmosphärisch, persönlich und obwohl ihr mit Bildern gearbeitet habt, funktioniert es super. Gute Musikauswahl! Ich finde ihr solltet mehr diese Nähe nutzen, in der Leute “ihre” Gebiete zeigen und Anekdoten preisgeben können.

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